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Glossar

Ableismus/ ableisiert

Ableismus ist das strukturelle Diskriminierungsverhältnis, das Nicht/beHinderung bzw. Dis/Ableisierung konstruiert. Personen, die in einer Gesellschaft nicht-beHindert sind, sind ableisiert.

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Antisemitismus 

Antisemitismus bezeichnet die feindselige, konstruierte Grundüberzeugungen gegenüber Juden als einer Gruppe, die sich individuell in Vorurteilen oder kollektiv in Mythenbildungen und Ideologien ausdrückt. Antisemitismus funktioniert als gewalttätige, soziale Diskriminierung sowie politische Mobilisierung, die darauf zielt sich von Juden als Juden zu distanzieren, sie zu vertreiben und/oder zu vernichten.  (Rolling Eyes Glossar 2019)

Cis-Geschlechtlichkeit

Bei cis-geschlechtlichen Menschen entspricht die Geschlechtsidentität dem Geschlecht, das ihnen bei ihrer Geburt auf Grundlage der gesellschaftlichen Einordnung ihrer Genitalien zugewiesen wurde.

Diskriminierungskritik

Diskriminierungskritik und Rassismuskritik sind verwandte Begriffe, die auf die soziale Positionierung von Menschen durch eine Vielzahl von Diskriminierungsformen in der Gesellschaft hinweisen. Die Grundannahme der Diskriminierungskritik ist, dass eine Gesellschaft niemals frei von Diskriminierung sein kann, da alle Menschen in einem von Diskriminierung geprägten Umfeld aufwachsen und dies in ihrem Verhalten internalisiert haben.

Diskriminierungssensibilität

Diskriminierungssensibilität ist eine achtsame Haltung, Ungleichbehandlung von Individuen oder Gruppen wahrzunehmen. Es ist ein fortlaufender Prozess, bei dem besonders privilegierte Menschen Verantwortung übernehmen, sich weiterzubilden, Betroffenen zuzuhören und deren Perspektiven anzuerkennen.

Endo, endogeschlechtlich

Der Begriff endogeschlechtlich, kurz endo, bezeichnet Menschen, die nicht intergeschlechtlich sind, deren Körper also den medizinischen Normen von „männlich“ und „weiblich“ vermeintlich eindeutig entsprechen.

Geschlechterreflektierende Pädagogik

Geschlechterreflektierende Pädagogik bedeutet, dass wir die traditionelle Vorstellung von nur zwei Geschlechtern als Ausgangspunkt für unser Denken und Handeln hinterfragen. Es geht darum, unsere professionellen und persönlichen Sichtweisen kritisch zu betrachten und bewusster mit Geschlechterthemen umzugehen. Das Ziel ist es, eine inklusivere und gerechtere Sichtweise auf Geschlechter zu fördern und uns in unserer pädagogischen Arbeit damit auseinanderzusetzen.

Hegemoniale Männlichkeit

Hegemoniale Männlichkeit ist eine Theorie der Soziologin Raewyn Connell, mit der die soziale Praxis gefasst werden kann, durch die einer bestimmte Form Männlichkeit (weiß, hetero, ableisiert, endo, cis, eloquent, charmant, karriereorientiert) Macht zugesprochen wird, während andere Geschlechter abgewertet und in Bezug zu ihr gestellt werden. Dazu unterscheidet sie die hegemoniale, von komplizenhaften, untergeordneten und marginalisierten Männlichkeiten.  

Intersektionalität

Intersektionalität beschreibt, dass sich verschiedene Formen von Diskriminierung gleichzeitig gegen eine Person richten können und dass verschiedene Diskriminierungsformen nicht isoliert auftreten, sondern sich überschneiden und verstärken. Somit ist das ein Ansatz, der Verwobenheit von sozialen Kategorien wie Ethnizität, Gender, sexuelle Identitäten und soziale Schicht zusammen erklärt. Intersektionalität zeigt dieses Zusammenwirken auf. Intersektionalität kommt von dem englischen Wort „intersection“ – Überschneidung oder Schnittpunkt. Die Ursprünge des Konzepts der Intersektionalität liegen im Schwarzen Feminismus und der afroamerikanischen Arbeiter*innen-Bewegung.

Impostor Phänomen

Das Impostor Phänomen beschreibt das Gefühl von Menschen, die stetig daran zweifeln, dass sie qualifiziert genug für die berufliche oder soziale Position sind, die sie innehaben. Es ist begleitet von der Sorge, als Hochstapler*in aufzuliegen. Es stellt ein Karrierehindernis dar, da betroffene Personen ihre eigene Qualifikation und Leistung abwerten und sich nicht zutrauen, machtvolle Positionen einzunehmen. Vor allem von Diskriminierung betroffene Personen weisen das Impostor Phänomen auf.

Jungen*/ Männer*, Mädchen*/Frauen*

Die Begriffe Frauen*, Männer*, Jungen* sowie Mädchen* weisen darauf hin, dass die binäre Zuordnung eines Geschlechts von der*dem Betrachter*in ausgeht und nicht mit der Lebensrealität des Gegenübers übereinstimmen muss. Menschen neigen dazu, andere als weiblich, männlich oder nicht-binär wahrzunehmen, doch es ist wichtig zu bedenken, dass die Identität einer Person möglicherweise anders ist als vermutet. 

LGBTQIA+

Di

Machtkritische Bildungsarbeit

Machtkritische Bildungsarbeit zielt darauf ab, Bildungsinhalte und -methoden so zu gestalten, dass sie zur Befreiung von Unterdrückung und zur Ermächtigung der Lernenden beitragen. Sie fordert die kritische Auseinandersetzung der Lehrenden mit ihrer Positionierung in bestehenden Machtstrukturen und fördert ein reflektiertes, inklusives und gerechtes Lernumfeld. Durch die Stärkung der individuellen Stimme und die Anerkennung von Diversität soll ein Beitrag zur Überwindung gesellschaftlicher Ungleichheiten und zur Förderung eines solidarischen und demokratischen Zusammenlebens geleistet werden.

Männlichkeitsanforderungen

Männlichkeitsanforderungen beinhalten die Erwartungen, mit denen sich Menschen auseinandersetzen müssen, die als Jungen* oder Männer* anerkannt werden möchten oder von ihrem Umfeld als solche gelesen werden. 

Migrantisch/ männlich gelesen

In Begegnungen mit anderen Personen, haben Menschen gelernt, ihre Gegenüber zu lesen, das heißt sie in Kategorien wie migrantisch, weiblich, beHindert (...) für sich einzuordnen. Diese Wahrnehmung hängt von dem*der Betrachter*in ab und muss nichts mit der Lebensrealität dieser Person zu tun haben. 

Panromantisch

Patriarchale Strukturen

Patriarchale Strukturen umfassen Prozesse der Arbeitsteilung, Entscheidungsfindung sowie Rollen- und Kompetenzzuschreibungen, deren Resultat die Reproduktion von Machtverhältnissen ist, die cis-Männer gegenüber anderen Geschlechtern bevorteilen.

People of Colour (PoC/BIPoC

Di

Profeministen

Profeministische Männer identifizieren sich mit den Zielen des Feminismus. Sie grenzen sich damit von mythopoetischen Männerbewegungen ab, welche sich an traditionellen Rollenbildern orientieren. Profeministen beschäftigen sich mit eigenen Privilegien und versuchen Sexismus proaktiv zu bekämpfen, wobei sie sich an Betroffenen orientieren. 

Queer 

Sammelbegriff für Personen, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht heteronormativen Begriffen entspricht. Das Adjektiv ‚queer‘ wird auch verwendet, um Bewegungen und Dinge zu bezeichnen, die mit queeren Menschen in Verbindung stehen. (Rolling Eyes Glossar 2019)

Rassistische/ klassizistische Narrative

Rassistische oder klassizistische Narrative sind Erzählungen, Erklärungen und Geschichten, die die Abwertung von Personen reproduzieren, die von Rassismus oder Klassismus betroffen sind. 

Strukturelle Diskriminierung

Von struktureller Diskriminierung wird gesprochen, wenn die Benachteiligung bestimmter Gruppen in der Organisation der Gesellschaft begründet liegt. Die über Jahrhunderte gewachsene Art des Zusammenlebens (Arbeitsteilung, Verteilung der Entscheidungsbefugnisse etc.) geht in der Regel mit patriarchalen, postkolonialen, homofeindlichen, religiösen oder wie auch immer gearteten und begründeten Konventionen, Gebräuchen und Traditionen einher. Strukturelle Diskriminierung lässt die Privilegierung einzelner Gruppen bzw. die Schlechterstellung anderer Gruppen als «normal» und vorgegeben erscheinen.

Systemische Beratung

Systemische Beratung ist ein Beratungsansatz, der die Interaktionen und Beziehungen zwischen Menschen und ihrem sozialen Umfeld in den Fokus stellt. Sie geht davon aus, dass Probleme in Systemen wie z.B. Familien, Teams oder Organisationen entstehen und daher auch in diesem Kontext bearbeitet werden müssen. Ziel der systemischen Beratung ist es, Ressourcen und Stärken des Systems zu mobilisieren, um positive Veränderungen zu erreichen.

"Toxische" Männlichkeit

Der Begriff "Toxische Männlichkeit" beschreibt ein destruktives und gefährliches Verhalten, das auf einer Konstruktion traditioneller Männlichkeitsbilder beruht. Dieses Verhalten kann schädliche Folgen sowohl für Außenstehende als auch die Person, die dieses Verhalten zeigt, nach sich ziehen. 

! Diversity/ Diversität

diversitätsgetriebene Innovationskraft 

Diversitätsgetriebene Innovationskraft bezieht sich auf die Fähigkeit einer Organisation oder Gemeinschaft, durch die Integration verschiedener Perspektiven, Hintergründe und Erfahrungen neue und kreative Lösungen hervorzubringen. Indem vielfältige Stimmen und Standpunkte einbezogen werden, entsteht ein reichhaltigeres und breiteres Spektrum an Ideen und Innovationen. Diversitätsgetriebene Innovationskraft ermöglicht es, bestehende Denkmuster und Herangehensweisen herauszufordern und eine nachhaltige, inklusive und zukunftsorientierte Entwicklung voranzutreiben.

emanzipatorisches Potenzial  

Emanzipatorisches Potenzial bedeutet, dass etwas die Möglichkeit hat, Menschen von Unterdrückung oder Benachteiligung zu befreien. Es geht darum, Chancengleichheit und Selbstbestimmung für alle zu fördern. Emanzipatorisches Potenzial kann in Maßnahmen, Ideen oder Veränderungen liegen, die dazu beitragen, Ungerechtigkeiten abzubauen und eine gerechtere und freiere Gesellschaft für alle zu schaffen. 

! Feminismus 

Gender Bias 

Gender Bias bezieht sich auf die Vorurteile, Stereotypen und Diskriminierungen, die aufgrund des Geschlechts einer Person auftreten können. Gender Bias kann sich in verschiedenen Bereichen manifestieren, wie zum Beispiel in der Bildung, im Arbeitsplatz, in der Medienberichterstattung oder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das Ziel besteht darin, Gender Bias zu erkennen, zu bekämpfen und für eine geschlechtergerechte Gesellschaft einzutreten.

Gender Care Gap 

Gender Care Gap bezieht sich auf die ungleiche Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern. Frauen leisten weltweit den größten Anteil an unbezahlter Sorgearbeit, wie zum Beispiel Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder Haushaltsarbeit. Dadurch werden Frauen in vielen Fällen daran gehindert, gleichberechtigt am Arbeitsmarkt und in anderen Bereichen der Gesellschaft teilzunehmen.

Gender Data Gap

Gender Data Gap bezieht sich auf das Fehlen oder die unvollständige Erfassung von Daten, die geschlechtsspezifische Unterschiede und Ungleichheiten in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft widerspiegeln. Das Fehlen von geschlechtsspezifischen Daten kann dazu führen, dass bestimmte Probleme oder Bedürfnisse von Frauen und Männern nicht erkannt und somit auch nicht adressiert werden können. Eine Verbesserung der Datenerfassung und -analyse hinsichtlich Geschlecht ist daher notwendig, um eine evidenzbasierte geschlechtergerechte Politikgestaltung zu ermöglichen.

Gender Pay Gap 

Gender Pay Gap bezieht sich auf den Unterschied im durchschnittlichen Gehalt zwischen Frauen und Männern, der aufgrund von geschlechtsspezifischen Diskriminierungen und Ungleichheiten am Arbeitsplatz entsteht. Frauen verdienen in vielen Ländern weltweit weniger als Männer, obwohl sie oft die gleiche Arbeit verrichten. Die Gründe für den Gender Pay Gap sind vielfältig und können von geschlechtsspezifischen Stereotypen über mangelnde Transparenz bei Gehaltsverhandlungen bis hin zu ungleicher beruflicher Förderung und Diskriminierung reichen.

Gendergerechtigkeit 

Gendergerechtigkeit bezieht sich auf die Gleichstellung der Geschlechter und die Anerkennung der Vielfalt von Geschlechteridentitäten. Ziel ist es, Diskriminierungen und Ungleichheiten aufgrund des Geschlechts zu beseitigen und eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen, Männern und diversen Geschlechtern in allen Bereichen der Gesellschaft zu erreichen. Gendergerechtigkeit erfordert eine systematische Veränderung von Geschlechterrollen und -stereotypen sowie von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, die Diskriminierung begünstigen.

gendersensible Konfliktberatung 

Gendersensible Konfliktberatung bezieht sich auf einen Ansatz der Konfliktlösung, der die Geschlechterdynamiken und -rollen in Betracht zieht und ihre Auswirkungen auf Konflikte und ihre Lösungen berücksichtigt. Sie legt besonderen Wert auf die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Erfahrungen, Bedürfnisse und Machtstrukturen, um eine gerechte und gleichberechtigte Behandlung der Konfliktparteien zu gewährleisten. Gendersensible Konfliktberatung strebt danach, bestehende Ungleichheiten und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu adressieren und eine transformative und nachhaltige Lösung von Konflikten zu fördern.

genderspezifische Prägung 

Geschlechtergerechtigkeit 

Geschlechtergerechtigkeit bedeutet, dass nner und Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Es geht darum, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, die gleichen Chancen und Ressourcen haben, um ihre Ziele zu erreichen und ihre Interessen zu verfolgen. Geschlechtergerechtigkeit strebt nach einer fairen Verteilung von Macht, Einfluss und Ressourcen in der Gesellschaft, ohne dass jemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt wird.

hegemoniale Männlichkeiten 

Hegemoniale Männlichkeiten beziehen sich auf die Vorstellung von Männlichkeit, die als dominant und wertvoller angesehen wird als andere Formen von Männlichkeit oder Weiblichkeit. Diese Vorstellung wird oft von der Gesellschaft und kulturellen Normen geprägt und kann zu Diskriminierung und Unterdrückung von Menschen führen, die nicht den Erwartungen hegemonialer Männlichkeit entsprechen. Eine kritische Auseinandersetzung mit hegemonialen Männlichkeitsvorstellungen ist notwendig, um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen und eine vielfältige, inklusive Gesellschaft zu fördern.

heterosexuell 

Heterosexuell bedeutet, dass man sich romantisch, emotional und sexuell zu Menschen des anderen Geschlechts hingezogen fühlt. Es ist eine sexuelle Orientierung, bei der Männer sich zu Frauen und Frauen sich zu Männern angezogen fühlen. Heterosexuelle Beziehungen werden oft als traditionelle Form der Partnerschaft angesehen, aber es gibt auch vielfältige Formen von Liebe und Beziehungen jenseits der Heterosexualität.

! Homofeindlichkeit 

Gewalt gegen, Abwertung und Diskriminierung von Homosexuellen und Verhaltensweisen, die als homosexuell konnotiert sind. Homofeindlichkeit kann sich gegen Personen richten, die sich als lesbisch oder schwul verstehen, aber auch gegen Menschen, denen dies zugeschrieben wird. Andere Begriffe: Homophobie, homofeindliche Diskriminierung. (Bei weiterem Interesse schaut mal hier)

Impostor Syndrom 

Das Impostor-Phänomen beschreibt das Gefühl, trotz Erfolg und Leistung in einem bestimmten Bereich oder Beruf, innerlich zu glauben, dass man eigentlich ein Betrüger ist und nicht wirklich kompetent. Betroffene fühlen sich oft unsicher und haben Angst, dass ihre Leistungen und Erfolge in Wahrheit nur auf Glück oder Zufall beruhen. Das Impostor-Phänomen betrifft häufig Menschen, die in einer Minderheitenposition sind oder die in einer Umgebung arbeiten, die sehr wettbewerbsorientiert ist.

! intersektionaler Feminismus 

! Intersektionalität 

Intersektionalität beschreibt die Wechselwirkungen verschiedener Diskriminierungsformen und Identitätsmerkmale, wie Geschlecht, Rasse, Klasse, sexuelle Orientierung oder Behinderung. Es geht darum, dass diese Identitätsmerkmale nicht isoliert betrachtet werden können, sondern dass Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund der Interaktion mehrerer Merkmale entstehen können. Eine intersektionale Perspektive ist notwendig, um Ungleichheiten und Diskriminierung umfassend zu verstehen und wirksam dagegen vorzugehen.

Klassismus 

Klassismus bedeutet, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Klasse diskriminiert oder benachteiligt werden. Es ist eine Form der Ungerechtigkeit, bei der Menschen aufgrund ihres Einkommens, ihres Bildungsstandes oder ihres sozialen Status benachteiligt werden. Klassismus zeigt sich in Vorurteilen, Stereotypen und der Unterdrückung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Klasse und zielt darauf ab, soziale Hierarchien aufrechtzuerhalten.

Kritische Männlichkeit 

Kritische Männlichkeit bezieht sich auf eine Herangehensweise, die männliche Geschlechterrollen, Stereotype und soziale Normen in Frage stellt. Es geht darum, traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit zu analysieren und zu erkennen, wie sie zu Ungleichheiten und Diskriminierung beitragen können. Kritische Männlichkeit fördert eine Reflexion über männliche Privilegien, toxische Maskulinität und die Förderung von Gleichberechtigung und Respekt zwischen den Geschlechtern.

! LGBTQIA+

Abkürzung für Lesben, Gays, Bisexuelle, trans Personen, inter Personen, queere Personen, Asexuelle und mehr. Damit werden (einige) geschlechtliche und sexuelle Identitäten jenseits der heterosexuellen Norm zusammengefasst. (Bei weiterem Interesse schaut mal hier)

Machtkritik 

Machtkritik bezieht sich auf die Untersuchung und kritische Betrachtung von Machtverhältnissen in der Gesellschaft. Dabei geht es darum, zu verstehen, wer Macht hat und wer nicht, und wie diese Macht genutzt wird, um die Lebensbedingungen von Menschen zu beeinflussen. Machtkritik beinhaltet die Analyse von sozialen Strukturen und Institutionen, die zur Aufrechterhaltung von Ungleichheiten und Diskriminierung beitragen. Das Ziel von Machtkritik ist es, Ungleichheiten aufzudecken und Veränderungen zu schaffen, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen.

Männer*

Männlichkeitsanforderungen 

männlich konnotiert 

Mansplaining 

(man = Mann + explaining = erklären) bezeichnet ein Verhalten, bei dem ‚Männer‘ ‚Frauen‘, auch in Bereichen, in denen die ‚Frau‘ mehr weiß, die Welt aus einem Überlegenheitsgefühl heraus ungefragt erklären. Hierbei wird eine Autoritätsposition gegenüber ‚Frauen‘ eingenommen, die inhaltlich weder abgefragt, noch zugestanden wurde. Das Phänomen ist oftmals verbunden mit dem Ignorieren von Argumenten und dem Unterbrechen der Redebeiträge von ‚Frauen‘.

Mental Load 

Mental Load bezieht sich auf die unsichtbare, kognitive Belastung und Verantwortung für die Planung, Organisation und Koordination von Aufgaben und Verpflichtungen im Alltag. Es beinhaltet die ständige geistige Präsenz und den mentalen Aufwand, der mit der Verwaltung von Haushalt, Kinderbetreuung, Terminen und emotionaler Unterstützung verbunden ist. Oftmals sind Frauen überproportional von der Mental Load betroffen, da sie traditionell mit der Rolle der Hauptverantwortlichen für den Haushalt und die Familie assoziiert werden.

! "Migräntlichkeit"

Organisationsentwicklung 

Organisationsentwicklung bezieht sich auf den Prozess, bei dem eine Organisation ihre Strukturen, Abläufe und Arbeitsweisen verbessert, um ihre Effizienz und Wirksamkeit zu steigern. Dabei werden Veränderungen geplant und umgesetzt, um die Ziele und Bedürfnisse der Organisation anzupassen und ihre Anpassungsfähigkeit zu erhöhen. Organisationsentwicklung beinhaltet oft die Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten und das Potenzial der Organisation voll auszuschöpfen.

panromantisch 

Panromantisch bedeutet, dass jemand romantische Gefühle für Menschen unabhängig von deren Geschlecht oder geschlechtlicher Identität entwickeln kann. Es geht dabei um die Fähigkeit, sich zu Menschen zu einer emotionalen Bindung hingezogen zu fühlen, unabhängig davon, ob sie männlich, weiblich, nicht-binär oder einer anderen Geschlechtsidentität angehören.

patriarchal/patriarchale Strukturen 

Herrschaftssystem, in dem die Institutionen, sozialen Beziehungen und Normen von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert werden. In feministischen Analysen und Bewegungen zielt der Begriff darauf ab, die Gesamtheit und den Zusammenhang unterdrückender, ausbeuterischer und hierarchischer Geschlechterbeziehungen zulasten von Frauen in all ihrer Vielfalt und anderen Geschlechtsidentitäten zu fassen. (Amadeu-Antonio-Stiftung) 

! PoC 

People of Color/ Menschen of Color ist "eine internationale Selbstbezeichnung von/für Menschen mit Rassismuserfahrungen. Der Begriff markiert eine politische gesellschaftliche Position und versteht sich als emanzipatorisch und solidarisch. Er positioniert sich gegen Spaltungsversuche durch Rassismus und Kulturalisierung sowie gegen diskriminierende Fremdbezeichnungen durch die weiße Mehrheitsgesellschaft." (Glossar Amadeu-Antonio-Stiftung) 

Positionierung 

! post-kolonial 

Privilegien 

Privilegien sind Vorteile, die eine Person aufgrund bestimmter Merkmale oder Positionen in der Gesellschaft hat, ohne dass sie dafür etwas getan hat. Diese Vorteile können aufgrund von Merkmalen wie Geschlecht, Rasse, sexueller Orientierung, sozialem Status oder Bildungsniveau gewährt werden. Privilegien können auch mit bestimmten Positionen verbunden sein, wie z.B. einer Führungsposition in einem Unternehmen oder einem Land. Menschen mit Privilegien haben oft einen leichteren Zugang zu Ressourcen, Möglichkeiten und Vorteilen in der Gesellschaft. Es ist wichtig, sich dieser Privilegien bewusst zu sein und zu versuchen, sie nicht zu missbrauchen, sondern sie im Sinne einer gerechteren Gesellschaft einzusetzen.

Profeministen

Profeministen beziehen sich auf Männer, die sich aktiv für die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und die Beseitigung von sexueller Gewalt und Diskriminierung von Frauen einsetzen. Sie akzeptieren die Vorstellung von Feminismus als Bewegung zur Gleichstellung der Geschlechter und arbeiten an der Erziehung von Männern und der Förderung von feministischen Werten in der Gesellschaft. Profeministen setzen sich auch dafür ein, die eigenen Verhaltensweisen und Einstellungen kritisch zu hinterfragen und arbeiten daran, toxische Männlichkeitsbilder zu dekonstruieren.

Prozessbegleitung  

Prozessbegleitung bezieht sich auf die Unterstützung und Beratung von Einzelpersonen oder Gruppen bei der Planung, Umsetzung und Evaluierung von Prozessen und Projekten. Der Prozessbegleiter unterstützt dabei durch gezielte Fragen, Reflexionen und Feedback, um eine effektive und nachhaltige Umsetzung des Vorhabens zu erreichen. Ziel der Prozessbegleitung ist es, die Eigenverantwortung der Teilnehmer zu stärken und deren Fähigkeit zur Selbstorganisation zu fördern.

! Queer 

Sammelbegriff für Personen, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht heteronormativen Begriffen entspricht. Das Adjektiv ‚queer‘ wird auch verwendet, um Bewegungen und Dinge zu bezeichnen, die mit queeren Menschen in Verbindung stehen. (Rolling Eyes Glossar 2019)

! rassistische Narrative 

Resonanzräume  

Resonanzräume beziehen sich auf soziale Räume oder Umgebungen, in denen Menschen miteinander interagieren und Resonanz oder Rückkopplung erfahren, die ihre Einstellungen, Verhaltensweisen oder Perspektiven beeinflussen können. Resonanzräume können sowohl physische als auch virtuelle Räume umfassen, wie z.B. soziale Netzwerke, Arbeitsplätze, Gemeinschaften oder Bildungseinrichtungen. Resonanzräume können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft haben und sind ein wichtiger Gegenstand soziologischer und psychologischer Forschung.

Safer Spaces 

Safer Spaces sind sichere und geschützte Umgebungen, in denen Menschen frei von Diskriminierung, Gewalt oder Belästigung sein können. Sie sind Orte, an denen individuelle Sicherheit, Wohlbefinden und Gleichberechtigung gefördert werden. Safer Spaces werden oft bewusst geschaffen, um Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Identitäten zu ermutigen, sich frei auszudrücken, ihre Meinungen zu äußern und ohne Furcht vor negativen Konsequenzen teilzunehmen.

Sexismus 

Sexismus bezieht sich auf die Diskriminierung, Herabwürdigung oder Unterdrückung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder Geschlechtsidentität. Sexismus kann sich in vielen Formen manifestieren, wie z.B. in sexistischen Kommentaren, Witzen oder stereotype Rollenzuschreibungen. Sexismus kann zu erheblichen psychischen Belastungen und gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten führen und ist daher ein wichtiger Gegenstand von Debatten und Maßnahmen zur Förderung von Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit.

! sexualisierte Übergriffe  

solidarische Führungskultur

Solidarische Führungskultur bezieht sich auf ein Führungsverständnis, das auf Zusammenarbeit, Unterstützung und Empowerment basiert. Solidarische Führungskultur fördert eine offene und partizipative Arbeitsatmosphäre, in der alle Teammitglieder gehört und wertgeschätzt werden. Ziel ist es, gemeinsam Ziele zu definieren, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu teilen, um eine gemeinsame Vision zu erreichen.

strukturelle Diskriminierung  

Strukturelle Diskriminierung bezieht sich auf eine Art der Diskriminierung, die aufgrund von gesellschaftlichen Strukturen entsteht und sich in ungleichen Chancen und Ressourcenverteilungen manifestiert. Strukturelle Diskriminierung kann aufgrund von Geschlecht, Rasse, Klasse, Sexualität oder anderen Merkmalen auftreten und kann sich auf unterschiedliche Lebensbereiche auswirken, wie z.B. Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen oder Wohnen. Strukturelle Diskriminierung kann auf individueller Ebene schwer zu erkennen sein, da sie oft unbewusst und institutionalisiert ist.

strukturelle Machtverhältnisse   

Strukturelle Machtverhältnisse beziehen sich auf die Verteilung von Macht und Ressourcen in einer Gesellschaft, die durch politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen bestimmt wird. Diese Strukturen können die Möglichkeiten und Chancen von Individuen und Gruppen beeinflussen und begrenzen. Strukturelle Machtverhältnisse können aufgrund von Unterschieden in Geschlecht, Rasse, Klasse, Sexualität oder anderen Merkmalen entstehen und zur Benachteiligung und Diskriminierung von bestimmten Gruppen führen.

systemische Methoden 

Systemische Methoden beziehen sich auf unterschiedliche Ansätze und Techniken, die in der systemischen Beratung und Therapie angewendet werden, um die Interaktionen und Beziehungen zwischen Menschen und ihrem sozialen Umfeld zu untersuchen und zu beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise lösungsorientierte Fragen, Skalierungsfragen, Genogramme, Rollenspiele oder Aufstellungsarbeit. Systemische Methoden werden je nach Kontext und Zielsetzung individuell ausgewählt und angewendet.

systemische Beratung  

Systemische Beratung ist ein Beratungsansatz, der die Interaktionen und Beziehungen zwischen Menschen und ihrem sozialen Umfeld in den Fokus stellt. Systemische Beratung geht davon aus, dass Probleme in Systemen wie z.B. Familien, Teams oder Organisationen entstehen und daher auch in diesem Kontext gelöst werden müssen. Ziel der systemischen Beratung ist es, Ressourcen und Stärken des Systems zu mobilisieren, um positive Veränderungen zu erreichen.

systemische Genderkompetenz  

Systemische Genderkompetenz beschreibt das Verständnis von Geschlechterrollen und Geschlechteridentitäten als sozial konstruierte Phänomene. Es umfasst die Fähigkeit, die Rolle von Geschlechteridentitäten in verschiedenen sozialen Kontexten und Systemen zu verstehen, einschließlich der unterschiedlichen Erfahrungen und Herausforderungen, die mit verschiedenen Geschlechtsidentitäten verbunden sind. Systemische Genderkompetenz beinhaltet auch die Fähigkeit, gendergerechte Lösungen und Interventionen zu entwickeln und umzusetzen, um Geschlechtergerechtigkeit und -gleichheit zu fördern.

toxische Männlichkeiten 

Toxische Männlichkeiten bezieht sich auf bestimmte Verhaltensweisen und Eigenschaften, die von einer bestimmten Vorstellung von Männlichkeit geprägt sind und zu gesundheitlichen und sozialen Problemen führen können. Dazu gehören u.a. Gewaltbereitschaft, Dominanz, Aggressivität, Unterdrückung von Emotionen oder Frauenfeindlichkeit. Toxische Männlichkeiten können zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Männern und Frauen sowie zu gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten führen.

! Transfeindlichkeit  

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